3.360m – Das „Obersulzbacher Matterhorn“

Die formschöne Pyramide des Großen Geigers beherrscht den Talschluss den Obersulzbachtals. Für den Bergsteiger bieten sich interessante kombinierte Anstiege auf den Gipfel. Durch die Länge und anspruchsvolle Wegfindung wird die Besteigung oft unterschätzt. Im Sommer sind von Norden mehrere verschiedene Anstiege möglich.

Ostsporn
Von der Kürsinger Hütte aus geht es in Richtung Obersulzbachtörl bis die ausgeaperte Gletschermulde unterhalb des Großen Geigers erreicht wird. Ab hier folgt man dem Talgrund über den Restgletscher und Moränen zur tiefsten Einsattelung am Hauptkamm („falsches“ bzw. westliches Obersulzbachtörl). Von dort folgt man entweder in leichter Gratkletterei der Schneide des Alpenhauptkammes oder steigt nordseitig über den Gletscher bis auf eine ausgeprägte Schulter unterhalb der Nordostflanke des Großen Geigers und weiter nach Süden zum Einstieg des Ostspornes. Dieser zieht steil, jedoch unschwierig (I-II) direkt zum Gipfel. Bei direkter Erkletterung der letzten zwei Seillängen ergibt sich eine schöne Variante im III. Schwierigkeitsgrad.

Nordgrat
Zustieg erfolgt wie beim Ostsporn von der Kürsinger Hütte aus. Dann zweigt man bereits vor dem „falschen“ Obersulzbachtörl nach Westen zum Einstieg des markanten Nordgrates ab. Der Grat ist durch eine ausgeprägte Schulter in zwei Abschnitte geteilt. Die Schwierigkeit der Blockkletterei liegt im unteren III. Grad. Bergsteigerisch und im Hinblick auf die Linienführung ist dies der lohnendste Anstieg.

Gletscheranstieg über das Maurertörl
Der technisch einfachste Anstieg führt über das Maurertörl. Nach einem kurzen Abstieg auf der Südseite steigt man über das Maurerkees und zum Schluss über die oft schneefreie Gipfelflanke zum Gipfel. Bedingt durch die häufigen Gegenanstiege ist trotz der technischen Einfachheit dieser Aufstieg konditionell sehr fordernd.

Überschreitung
Eine klassische Überschreitungsmöglichkeit besteht von der Kürsinger Hütte aus zur Essener Rostocker Hütte. Der An- bzw. Abstieg ist ein leichte Gletschertour. Aufgrund der Spaltensituation ist jedoch Vorsicht geboten.

Im Frühjahr
Die Schitour auf den Großen Geiger bietet eine interessante kombinierte Tour mit einer rassigen nordseitigen Abfahrt. Der Anstieg erfolgt hier über das westlich des Gipfels gelegene Geigerschartl (kurze Kletterstelle, Schwierigkeitsgrad II, nur im Winter zu empfehlen). Im Abstieg wird hier oft abgeseilt.

 

 

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